Social-Media-Prisma in neuer Version (4.0)
Quelle: ethority
Social-Media-Guidelines in UnternehmenNotizen zu meiner MasterarbeitSocial-Media-Prisma in neuer Version (4.0)
Nachdem ich vor einigen Monaten bereits das Social-Media-Prisma in der dritten Version gepostet habe, möchte ich euch auch die allerneueste Version nicht vorenthalen. Sie ist Mitte der Woche erschienen und beinhaltet jetzt z. B. auch Pinterest. Ich finde das Social-Media-Prisma als Infografik sehr gelungen, da es einen schnellen und weitreichenden Überblick über die deutsche Social-Media-Landschaft liefert.
Quelle: ethority Checkliste für Social-Media-GuidelinesOliver Staffelbach ist Rechtsanwalt in Zürich und hat diese Checkliste für Social-Media-Guidelines entwickelt. Er nimmt zwar schweizerisches Recht als Grundlage für die Liste, sie ist aber dennoch hilfreich und greift eine Vielzahl von Aspekten auf. Studie zu Social-Media-GuidelinesDie nach meinem Wissensstand erste Studie zu Social-Media-Guidelines wurde von AUSSCHNITT Medienbeobachtung durchgeführt. Es wurden darin 55 öffentlich verfügbare Social-Media-Guidelines mittels einer klassischen Inhaltsanalyse untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse zeigt die folgende Infografik. Ausführlichere Infos findet man in dieser Broschüre. Die Links im Überblick:
[Quelle der Infografik: AUSSCHNTT Medienbeobachtung] Die Social-Media-Guidelines der Deutschen BahnIch muss ja zugeben, ich bin Fan der Deutschen Bahn. Unzuverlässigkeiten habe ich zwar auch schon zu spüren bekommen, aber mit allen Wetterkapriolen und technischen Herausforderungen immer hundertprozentig klar zu kommen, ist eben nicht ganz einfach. Interessant finde ich, wie das Unternehmen in solchen Situation mit ihren Kunden kommuniziert. Dabei achte ich natürlich vor allem auf die Kommunikation über die Social-Media-Kanäle. Ich freue mich deshalb, dass mir die Bahn ihre ganz frischen Social-Media-Guidelines zur Verfügung gestellt hat und ich diese im Rahmen meiner Studie zur Analyse verwenden darf. Die Deutsche Bahn und Social Media? In der Vergangenheit wohl eher nicht die große Erfolgsgeschichte. Aber es tut sich was! Seit einiger Zeit kommuniziert das Unternehmen schon sehr rege mit seinen Kunden über Twitter. Wenn mal ein Zug verspätet ist, oder es Probleme mit einem Gutscheincode gibt, erhält man über Twitter in der Regel schnell und kompetent Hilfe. Auch die Präsenz auf Facebook soll nach dem Fehlstart mit dem "Chefticket" wieder stärker genutzt werden. Es wurde eine "Task Force" für die Social-Media-Welt gebildet, um allen Mitarbeitern eine zentrale Anlaufstelle zu geben und die Social-Media-Kommunikation zu steuern. Im November führte die Deutsche Bahn nun auch Social-Media-Guidelines ein. Sie sind mit "DB-Mitarbeiter-Kompass Social Media" überschrieben und umfassen drei PDF-Seiten (wobei die erste Seite nur das Deckblatt ist). Auf Seite 2 folgen einige allgemeine Informationen über das Internet und Social Media sowie die Ziele, welche die Deutsche Bahn mit ihrem Online-Auftritt verfolgt. Außerdem werden die Mitarbeiter über Risiken im Netz aufgeklärt. Die dritte Seite beinhaltet dann "Empfehlungen für den privaten Umgang mit Social Media". Es geht hier also nur um Social Media in der Privatsspäre der Bahn-Mitarbeiter. Die offizielle Kommunikation mit den Kunden bleibt Mitarbeitern vorbehalten, die "hierfür speziell ausgebildet" sind. (In so großen Unternehmen natürlich die Regel.) Diese Guidelines sind also eher ein Ratgeber für den privaten Umgang der DB-Mitarbeiter mit den sozialen Medien. Sie sollen Sicherheit geben, Grenzen aufzeigen und wohl auch die Mitarbeiter dazu animieren, als Markenbotschafter für ihr Unternehmen einzutreten. Formulierungen, die dazu anregen in Social Media aktiv zu werden, kommen mir hier aber etwas zu kurz. Die kompletten Guidelines könnt ihr euch im Folgenden ansehen und downloaden. Zu diesem Dokument gibt es auch ein Video im Konzern-Kanal auf YouTube. Dieses Video ist zwar hübsch gemacht, kommt mir aber auch zu restriktiv daher. In Social Media unerfahrene Mitarbeiter, werden wohl eher abgeschreckt sein, anstatt sich vielleich auch mal im Privatleben und im Netz für ihr Unternehmen zu engagieren. Eigentlich wird ausschließlich über die Gefahren im Netz berichtet und welche Risiken bei der Kommunikation im Web 2.0 auftreten können. Von all den Vorteilen und Chancen ist leider nicht die Rede. Ich bin gespannt, auf die Entwicklung der Social-Media-Arbeit bei der Deutschen Bahn und hoffe, dass ich auch einen Kommunikationsexperten aus den Reihen der Bahn für ein Interview für meine Studie gewinnen kann. Interview mit Charles Schmidt zu Social Media im UnternehmenCharles Schmidt von der Krones AG gibt ein Interview auf dem B2B-Marketing-Kongress 2011 zu Social Media im Unternehmen. Er spricht über die Social-Media-Guidelines von Krones, Recruiting in seinem Unternehmen, Unternehmenskultur sowie Imagebildung und liefert interessante Einblicke in die interne und externe Kommunikation von Krones. Social-Media-Guidelines als ComicDass Social-Media-Guidelines nicht einfach nur langweilige PDF-Dokumente sein müssen haben schon Tchibo und Krones mit ihren Videos gezeigt. Jetzt hat auch adidas seine zuvor optisch wenig ansprechenden Guidelines [PDF] durch eine Comicgeschichte mit den beiden Superhelden Sue Social und Media Man aufgewertet. Auch im Corporate Blog von adidas werden die neuen Guidelines thematisiert. Die Comic-Guidelines starten mit einem kurzem Film, der Sue Social und ihren Retter Media Man in einer kurzen Geschichte vorstellt. Darunter findet man die eigentlichen Richtlinien in zehn Punkten gefolgt von beliebten Irrtümern über das Social Web. Am Ende werden die einzelnen Social-Media-Dienste kurz vorgestellt. Mit dieser Variante zeigt die adidas Gruppe ohne Zweifel Kreativität und eine interessante Möglichkeit, wie man Guidelines spannend und lesenswert gestalten kann. Auf diese Weise wird man die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter mit Sicherheit eher gewinnen, als mit in schwarz-weiß gehaltenen PDF-Dateien. Ich bin gespannt, welche Methoden sich die Unternehmen noch so einfallen lassen. Die Links im Überblick:
[via @makemakenotnot und Klaus Eck] "Ratgeber Steuer & Recht" zu Social-Media-GuidelinesDer "Ratgeber Steuer & Recht" vom Franken Fernsehen hat eine kurze Sendung zu Social-Media-Guidelines ausgestrahlt. Anschgeschnitten werden u. a. die Themen Trennung zwischen Privatem und Beruflichem, Arbeitsrecht, Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte. Wer noch nicht viel über Social-Media-Guidelines weiß, dem dürfte mit diesem Video ein guter Einstieg gegeben werden. [via Social Media Zentrale] Integration von Social Media in UnternehmenDie Integration von Social Media in ein Unternehmen, stellt eine große Herausforderung dar. Steven Van Belleghem hat dazu im Rahmen einer Studie eine Roadmap in vier Stufen entwickelt. Die Stufen sind wiederum in insgesamt 13 Schritte untergliedert. Die folgende Präsentation zeigt das Modell im Detail. In der folgenden Abbildung habe ich einmal versucht dieses Modell ins Deutsche zu übertragen. Über Feedback wäre ich euch sehr dankbar.
Rechtssicherheit durch Social-Media-GuidelinesMit Social-Media-Guidelines lässt sich die Rechtssicherheit verbessern. Sie werden auch als "Anweisungen zum rechtssicheren Verhalten" (Schwenke & Dramburg) bezeichnet. Unwissenheit ist die häufigste Quelle von Rechtsverstößen im Internet (vgl. Schwenke & Dramburg). Eine gründliche Aufklärung mit Social-Media-Guidelines kann die Gefahr von Abmahnungen enorm senken. Denn aufgeklärte Mitarbeiter machen weniger Fehler. Grundsätzlich haftet nämlich nach § 831 BGB der Arbeitgeber für seine "Verrichtungsgehilfen", d. h. seine Angestellten, und muss im schlimmsten Fall entstandenen Schaden, bspw. durch Urheberrechtsverletzungen, ersetzen. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern genau erklären, wie sich sich in Social Media im Auftrag des Unternehmens verhalten sollten und genau hinsehen, wie ihre Angestellten für das Unternehmen in Social Media kommunizieren, werden weniger häufig in rechtliche Schwierigkeiten geraten. Ein gutes Instrument dafür sind, neben Schulungen, Social-Media-Guidelines. Die Rechtsanwälte Thomas Schwenke und Sebastian Dramburg haben dazu das Paper "Rechtliche Stolperfallen beim Facebookmarketing" geschrieben. Im 15. Kapitel gehen sie genauer auf Social-Media-Guidelines ein. In Kapitel 13 thematisieren sie die Haftung auf Facebook. Link zum Paper: Social-Media-Guidelines als VideoSocial-Media-Guidelines müssen nicht immer nur einfache Schriftstücke sein, die im Unternehmen als PDF-Datei herumgeschickt werden und so oft nicht die gewünschte Beachtung finden. Eine clevere Idee ist es, zusätzlich zur verschriftlichten Form auch eine Video-Version der Guidelines zu erstellen. Gelungene Beispiele gibt es von Tchibo, die darüber auch in ihrem Corporate Blog berichtet haben und von der Krones AG, ein Unternehmen, das Anlagen zur Getränkeabfüllung herstellt.
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